Dorothee Haering
Wie wird man zur GrünRebellin?
Ich wohne seit 40 Jahren an der Ecke Georgenstraße im extrem versiegelten Schwabing in München. Die Vorfreude, dass endlich der Platz an der Ecke umgebaut wird, war groß, verwandelte sich aber schnell nach Fertigstellung in Enttäuschung und Wut.
Die Planung war zwölf Jahre alt, seitdem war diese Maßnahme auf der Warteliste. Eine Umplanung hätte wieder eine Verzögerung von Jahren nach sich gezogen. Also versiegelte man nach den alten Entwürfen wie eh und je, ein paar Bäume und Bänke, 90er Stil.
Ein Lichtblick, der Baum mit Baumscheibe vor meinem Haus, der erste in 40 Jahren in der Straße. Der Entschluss stand fest, dieses Beet soll aufblühen wie ein Bauerngarten auf dem Land, wild und üppig, mit heimischen Stauden.
So hat die Geschichte ihren Lauf genommen. So wird man zur GrünRebellin und BioDiv-HubLerin. Jetzt unterstütze ich Anpacker, die für ein Projekt brennen, als Motor agieren, Begeisterung wecken und so mehr Stadtgrün entstehen lassen.
Über 30 Anfragen habe ich seit seit 2022 an die Stadt gestellt – mit Bezug zum „Grünpatenprogramm“, dem Bund Naturschutz, verschiedenen andern grünen NGOs bis hin zur Antifa.
Ausgerechnet eine Ex-Grünen-Wählerin hat in München den verkrusteten Verflechtungen zwischen NGOs und Behörden den Kampf angesagt. Angefangen hat dabei alles mit einer Baumscheibe. Irgendwann stieß die „Garten-Rebellin“ Haering bei ihren Recherchen auf ein städtisches Antifa-Netzwerk, über das sie mittlerweile stetig berichtet. Dass sie begann, Fragen zu stellen, hat auch mit Corona zu tun.
Informationen zu München und "ihre" Antifa unter Kampagnen



Ich bin eine BioDivHubLerin
BioDivHubs sind Zentren im Quartier um die Menschen bei der Begrünung ihres großstädtischen Wohn-, Arbeits- und Lernumfelds anzuleiten, sie zu sensibilisieren, begleiten und beraten, um ihr Quartier biodiverser zu gestalten.
Auf nebenan.de veröffentlich ich regelmäßige Posts rund um das Thema mehr Biodiversität im Quartier.
Direkte Nachbarn: 1.014, mit Umgebung: 16.134.
Yes we can!
Nachbarn aus ganz Deutschland haben beim diesjährigen Ideenwettbewerb 2024 Klimaschutz nebenan rund 450 Ideen eingereicht! Im Online-Voting ging es darum, möglichst viele Stimmen zu sammeln. Die 10 Ideen mit den meisten Stimmen beim Voting dürfen sich jeweils über 1.000 € Förderung freuen und haben außerdem die Chance, im Rahmen der kurz darauf folgenden Auswahl einer Experten-Jury, weitere 1.000 € zu erhalten.
David gegen Goliath
Die Idee von GrünPaten hat es auf den 4. Platz geschafft! Wir können verdammt stolz sein, ohne Verein, ohne eine Institution, haben wir 532 Stimme regeneriert und sind die einzige lose Bürgerinitiative die es unter den ersten Zehn geschafft hat. Die Plätze 1 bis 3 haben 692, 655 und 605 Stimmen erhalten, alles Vereine oder Initiative eingebunden in eine Institutionen.




